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Anoden: Schutz vor Unterwasser-Korrosion

Die Anoden sind der beste Korrosionsschutz für die Metallteile Ihres Bootes: Motorsockel, Propeller, Hintersteven, Nägel, Schiffsrumpf… alle diese Komponenten können Korrosionsschäden erleiden, wenn sie aus Messing, Bronze, Stahl oder Aluminium sind. Die Korrosionswirkung ist im Meerwasser besonders stark, da dort die Boote dauerhaft den elektrolytischen und elektrochemischen Phänomenen ausgesetzt sind.

Hintergrundinformationen

Im Meerwasser herrschen, aufgrund elektrolytischer Phänomene, starke Korrosionswirkungen.

Die bestehende Potentialdifferenz zwischen den metallischen Bootsbestandteilen und dem Wasser (vor allem Salzwasser) erzeugt einen elektrischen Strom, sodass elektrische Felder entstehen, die das Metall „aufzehren“.

Die Folge dieses Vorgangs ist die Zerstörung der Metallteile: Es gibt Materialabfall.

Boot mit und ohne Anoden

Ansichten einer Anode

Aufbau Anode

 

Aufgabe einer Anode

Zum Korrosionsschutz dieser Bootsbestandteile montiert man eine oder mehrere Metallelemente, die sogenannten Anoden, am Unterwasserschiff. Ihre Rolle besteht darin, sich anstelle der metallischen Bootsteile zerstören zu lassen.

Die verwendete Legierung enthält 99,996 % Zink. Dank des negativen Potentials des Zink-Metalls wird die Anode anstatt der metallischen Bootsbestandteile, die mit Meerwasser in Berührung sind, angegriffen und löst sich mit der Zeit auf.  Damit dieser Schutz wirksam bleibt, muss man die folglich Anoden regelmäßig erneuern.

Anoden stellen keine Gefahr für die Umwelt dar.

Außerdem ist es wichtig, die richtige Anode zu wählen, die Ihren Bedürfnissen entspricht und deren Größe, Form und Befestigungsstelle vom Hersteller bestimmt wurden.

Was ist zu tun, wenn die Anode ihren Zweck nicht erfüllt?

Generell müssen Sie bei einem Boot, das ständig im Wasser ist, die Anoden jedes Jahr austauschen. Achten Sie darauf, dass Sie ein Modell verwenden, das der zu schützenden Oberfläche entspricht.

Eine schnelle Abnutzung (in weniger als 3 Monaten) ist besorgniserregend. In diesem Fall sollten Sie überprüfen, ob es auf Ihrem Boot elektrische Lecks gibt. Das heißt, ob infolge eines Fehlkontakts oder eines fehlerhaften elektrischen Anschlusses Strom durch den Schiffsrumpf verloren geht.

Wenn Ihre Anoden sich nicht abnutzen, so kontrollieren Sie, ob der Propeller stattdessen angegriffen ist (Korrosionspunkt) oder seine Farbe verändert hat (Bronze-Propeller). Gleiches gilt für die Propellerwellen, die Beschläge der Ruderanlage usw.

Wenn Ihre Anoden Ihre Aufgabe nicht erfüllen, sind sie eventuell nicht ord­nungs­ge­mäß angebracht, sodass der Kontakt mit dem Teil, auf dem sie befestigt sind, nicht gewährleistet ist (gelockerte Anoden, schlechte Schrauben).

Achten Sie darauf, dass Sie weder eine Anode noch ihre Befestigungsstelle anstreichen, denn der fehlende Kontakt mit den zu schützenden Teilen oder der Umgebung würde sie völlig wirkungslos machen. Die meistens verwendeten Standard-Anoden schützen die Elemente, die allen Booten gemeinsam sind. Andere sind spezifische Motor-Anoden und meistens einer bestimmten Marke eigen.

Bootsrumpf-Anoden und Motorboot-Anoden

Bootsrumpf- und Motor - Anoden